Das Ende aller Rollenspiele – oder das Leben nach Corona

Ich habe lange keine Artikel mehr geschrieben, es ergab sich einfach nicht. Ich hatte das Gefühl, es gab jetzt eher Dinge zu erleben, Erkenntnisse in Taten zu verwandeln, und das ist ja eher etwas ganz persönliches für jeden selbst.

In dieser Zeit kam wieder ein Impuls und so sitzt ich hier am Rechner und schreibe, was mir durch den Kopf geht und in den Sinn kommt in dieser wirklich weltbewegenden Situation:

Lange schon dachte ich bei meinem Blick auf die Welt, dass sich was ändern muss, und ich hatte den Eindruck, dass ich das nicht allein so sehe… Ich hatte auch das dunkle Empfinden, dass diese Veränderung nicht schön sein würde, zu festgefahren sind alle Systeme.

Ich hatte so die eine oder andere Phantasie, was geschehen könnte, aber ehrlich, nie wäre ich  darauf gekommen, ein Virus könnte das alles initiieren.

Ja, es kann Angst machen, was man so sieht und liest…

Für mich ist es in so einer Situation wichtig, mir immer wieder klar zu machen, dass diese Angst aber in mir entsteht. Und somit liegt es auch in meinem Möglichkeiten, damit umzugehen.

Die Welt ist ein aufregender Ort, kein sicherer. Das war schon immer so, das wird mir nur jetzt gerade mal wieder so richtig bewusst.

Wir wünschen uns alle Sicherheit – und vergessen, dass wir selbst uns diese Sicherheit geben müssen, kein anderer ist dafür zuständig. Und das ist gut so, denn alles andere würde uns abhängig machen von irgendetwas uns irgendwem.

Und, wie gesagt, die Welt war schon immer so. Und letztendlich ist jeder einzelne von uns ein Beweis für eine Geschichte des Überlebens, der Stärke und dem Durchhaltewillen, dem Sieg über Ängste… Denn wäre es anderes, würde es uns nicht geben…

Schaue ich mir die Welt an

und verfalle in Angst?

Lese ich Nachrichten wie verückt und denke ich an all das, was passieren könnte? Und von dem vieles wahrscheinlich gar nicht passiert?
Kaufe ich zB. Klopapier wie verrückt, so, als würde ein Kokon aus Klopapier mich vor dem Virus, und damit vor meiner Angst davor schützen? (ich hab jetzt so eine Vision von lauter Klopapiermumien, die vor Fernsehern sitzen, im Kopf…Klopapier statt Aluhut…)

Oder wähle ich Liebe?

Ich bleibe zu Hause, um andere zu schützen,

ich informiere mich, schalte meinen Verstand ein und sage mir: Im Moment ist alles gut! ;

ich gucke nach links und rechts, ob jemand Hilfe braucht,

und ich werde aktiv, kreativ und nutze meine menschlichen Fähigkeiten, um das Beste aus der Situation zu machen??!

Alles, weil ich mich liebe, jedes Leben schützenswert finde und auch an andere denke…

Jeder von uns entscheidet sich in jedem Moment neu…

Es ist, als würden wir laufen lernen…Ja, da fällt man mal hin und verfällt wieder in Angst… aber dann rappelt man sich wieder auf, schüttelt über sich selbst den Kopf, atmet dreimal tief ein und aus, und stemmt sich wieder hoch, klopft sich den Staub ab und liebt, äh, läuft weiter…

Aufgeben ist keine Option! Oder hast du schon mal ein Kleinkind gesehen, dass mitten im Laufen-Lernprozess sitzen bleibt, und trotzig: „Dann lern ich eben nicht laufen!“ verkündet??? Ich nicht, die machen immer wieder mutig weiter..

Die Wahrheit ist: Wir sind nicht hier, um uns sicher zu fühlen, wir sind hier, um zu verändern, und die Welt dadurch mit zu gestalten.

Und wenn ich mich umsehe in dieser Zeit, sehe ich vieles, was mir wirklich Mut macht:

  • Menschen passen aufeinander auf, bleiben zu Hause, um auch andere zu schützen,
  • Menschen helfen sich gegenseitig,
  • Menschenleben sind wichtiger als Profit,
  • Menschen leben Verzicht und Rücksicht,
  • Menschen werden kreativ und finden Lösungen,
  • Menschen würdigen die Arbeit von denen, die jetzt wirklich am Limit für alle arbeiten,
  • Menschen sagen Danke und sind freundlich,
  • und noch vieles mehr….

Die Erfahrungen, die wir jetzt machen, werden uns prägen. Wir erleben, dass andere Menschen für uns da sind, dass Menschen sich zusammen tun, um anderen, auch völlig fremden, zu helfen,

es scheint, dass Geld doch nicht so wichtig für alle ist, wie man immer dachte.

Ich sehe da eine wundervolle Welt,

eine,

die ich mir immer gewünscht habe.

Ja, es gibt auch Menschen, die hamstern und kaufen die letzten Nudeln weg, die sind gerade im Angstmodus, sozusagen hingefallen, die rappeln sich wieder auf.

Und ja, Menschen sterben.

Die Welt zeigt sich, wie sie ist, ohne Beschönigung und ohne Verschleierung,

und auch wir Menschen zeigen uns, wie wir wirklich sind,

in einer Krise wie dieser…

Wenn ein Freund sich rücksichtslos verhält, könnte es gut sein, dass unser Verhältnis abkühlt in Zukunft, und wenn ein fast Fremder freundlich ist, könnte das der Anfang einer neuen Freundschaft sein.

Die Corona-Krise wird uns alle verändern,

und wir selbst entscheiden, wie.

Jetzt entscheidet sich, wer wir wirklich sind. Wenn die Angst uns alle Masken vom Gesicht reißt, wird sichtbar, was sonst verborgen dahinter schlummert: Angst und Panik, oder Liebe.

Jeder entscheidet das für sich selbst.. in jedem Moment….

Ich möchte danach noch in den Spiegel schauen können und mich mögen,

ich wünsche mir nette Erinnerungen aus schwierigen Zeiten,

und wahre Freunde.

Und das diese wundervolle Welt, die da durch die Ritzen geborstener Masken schimmert, weiter wächst und größer wird.

Man wird zu einem Meister des Lebens, in dem man jede Situation, und sei sie noch so scheinbar unbedeutet, meistert… Und so meistert man dann, im Ganzen gesehen, sein Leben.

Es bleibt spannend,

und wird uns sicher noch das ein oder andere Mal erschrecken,

doch ich bin sicher: Wenn wir uns auf das Gute, Schöne, Wundervolle, was jetzt sichtbar wird, konzentrieren, wird dieses Virus die Welt verändern in einer Weise, die jetzt noch undenkbar scheint.

Eine Welt ohne Rollenspiele und Masken,

eine wahrhaft neue, schöne Welt

voller Licht,

denn jeder von uns ist das Licht.

Passt gut auf euch auf, auf eure Lieben und auf eure Gedanken,

lasst uns das Licht und die guten Gedanken halten,

Vielleicht erleben wir gerade die Geburt einer neuen Welt <3

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