ich erinnere mich

Ich hab immer unheimlich viel gelesen…Vor allem Bücher, die die Welt, und wie sie tickt, erklären…
Jetzt kann ich nicht mehr so gut lesen, irgendwas stimmt mit meinen Augen nicht,
und das ist gut so.

Ich habe festgestellt, dass es mir wirklich viel gebracht hat, das Lesen und das anschließende Verstehen,
und doch hat es mich auch davon abgehalten, mich hinzusetzen und einfach mir selbst zuzuhören.

Und ich habe verstanden, wie wichtig das ist:

Ich muss Nichts mehr lernen, ich muss Nichts mehr wissen,

denn tief in mir drin weiß ich das alles schon!

Alles Wissen war immer da, es war in mir und nur durch das Vergessen, das Tun und das Herumhetzen verschüttet.

Und seit ich nicht mehr herumhetzen und noch mehr Wissen draufschütten kann, sondern mit Ruhe und Zeit nehme, mir selbst zu begegnen,
steigt es empor,
es steigt auf, wie wunderschön schillernde Blasen
und alles, was ich tun muss, ist hinhören und mir selbst glauben.

Und das ist mit das Schwerstes!

Ich habe über so viele Jahre gelernt und verinnerlicht,
dass man erst etwas beweisen muss,
dass man nur glauben kann, was bewiesen ist,
dass man nur glauben kann, was man sehen und anfassen kann…

Und diese Glaubensätze haben mein intuitives Wissen immer mehr verschüttet.

Nun hab ich angefangen, mir selbst zu glauben,
ich habe dadurch gelernt, mir zu vertrauen,
und ich stehe nun auch mehr für mich und das, was ich weiß, ein.

Ja, haltet mich ruhig für verrückt,
irgendwie bin ich das auch:

Ich bin nicht Mainstream,
ich bin aus der Masse gerückt, ver-rückt, und hab mich selbst gefunden,

ich folge Eingebungen,
hör auf meine Intuition und tue das, was mich glücklich macht.

Es ist mein Leben,
hier kann ich leben, was mir gut tut,
und ich lasse jeden anderen leben, was ihm gut tut, solange er mich auch lässt…

Und so erinnere ich mich jeden Tag ein bisschen mehr daran,
wer ich wirklich bin,
was meine Aufgabe ist,
und wer ich sein will.

Ich folge meinem Stern,
ich singe mein Lied
und ich male die Welt in meinen Farben.

Und so wird meine Welt jeden Tag ein bisschen heller,
und tatsächlich auch die Welt um mich herum.

Seit ich mich entschieden habe, so zu leben,
erinnere ich mich stetig mehr,
und so werde ich immer mehr
zu derjenigen, die ich wirklich echt und wahrhaftig bin.

Und ich bin im Frieden,
mit mir und der Welt.

Und indem ich mich selbst heile,
heile ich die Welt,
denn die Welt ist ein Echo:

ich handle stimmig und liebevoll,
und die Welt antwortet mit Liebe und Wahrheit:

Du kannst nur lernen, dass du das,
was du suchst, schon selber bist.
Alles Lernen ist das Erinnern an etwas,
das längst da ist und nur auf Entdeckung wartet.
Alles Lernen ist nur das Wegräumen von Ballast,
bis so etwas übrig bleibt wie leuchtende innere Stille.

Bis du merkst, dass du selbst der Ursprung von Friede und Liebe bist.
(Sokrates)

Auf die Erinnerung,

unterschrift

Caleya-pellegrina

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2 Kommentare zu ich erinnere mich

  1. Jutta Zerkowski sagt:

    Meine liebste Pilgerin, ich bin gerade erst los gegangen auf den Weg – meine Pilgerreise. Angefangen hat sie mit großem Schmerz und dem anschließenden Gefühlt das es gut war. Die Menschen, die in dieser Zeit an meiner Seite standen – zu jeder Uhrzeit – haben letztendlich dazu geführt, das in mir das Gefühl entstand, das ich mich gehäutet habe oder einer engen Puppe entschlüpft bin. Noch ist die neue Haut nicht fest und die Flügel nicht trocken – aber das Gefühl ist gut. Ein Gefühl der inneren Ruhe in die ich mich immer wieder fallen lassen kann, wenn ich wackele. Das meiste davon verdanke ich dir und dem Weg den du schon vor mir gegangen bist. Meiner wird ein anderer sein, aber du hast mir Mut gemacht wirklich los zu gehen – mit wenig Gepäck und mit der Freude das Menschen mich einen Teil des Weges begleiten werden, ich Menschen zurücklassen muss (die einen weil sie mir nicht gut tun und die anderen weil ihr Weg ein anderer ist ) und die Freude auf die Menschen die mir noch begegnen werden. Danke.

    • Caleya sagt:

      Liebe Jutta,
      auch wenn wir nicht den gleichen Weg gehen, was ja gar nicht geht, weil jeder seinen ganz eigene Weg finden muss, weiß ich dich doch als Gefährtin beim Pilgern an meiner Seite und ich freu mich, dass du den Mut hattest, loszugehen.. Ab jetzt wirst du von Wunder zu Wunder wandern, denn du hast das Schwerste hinter dir: der Angts begegnen und sie enttarnen.. ja, es kann sein, dass wir mal stolpern, das gehört eben dazu, aber wir gehn nach vorn und ganz bestimmt nicht zurück in den Käfig aus Gedanken und Angst, dem wir gerade entkommen sind…Ich wünsche dir : buen Camino, gute Reise…Es ist mir eine Ehre, dich an meiner Seite zu wissen… liebe Grüße Caleya

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