die Hoffnung verlieren…

Immer wieder lese ich in den letzten Tage Texte, in denen so etwas steht, wie:

Bewahre deine Hoffnung, Hoffnung tut gut, sei voller Hoffnung…

Ich persönlich kann dem nicht zustimmen,

ich arbeite daran, die Hoffnung zu verlieren,

nicht, weil ich finde, die Welt ist ein dunkler Ort und alles geht den Bach hinunter,

Nein, genau das Gegenteil ist der Fall:

Ich finde, wir brauchen die Hoffnung nicht,

Hoffnung ist die Vorstellung, dass alles,
egal wie es gerade ist, besser wird,
dass alles wieder gut wird,
es ist das Gefühl, dass uns, wie eine Karotte vor einem Esel am Karren, weiter machen lassen soll, damit wir dort ankommen, wo alles besser ist.

Hoffnung ist für mich ein Antreiber, ein Versprechen von Trinken für den Durstigen,
es ist eine Idee,
aber mehr auch nicht…

Vor allem gibt mir Hoffnung das Gefühl, dass es so, wie es jetzt ist,
nicht richtig ist,
dass es besser werden muss,
dass ich auf einem mühsamen Weg bin,
aber noch nicht da, wo es gut ist…

In meiner Wahrheit stimmt das aber nicht:

Es ist gut, so, wie es ist, denn sonst wäre es anders!
Alles hat einen Sinn, auch wenn ich ihn gerade noch nicht erkenne,
und vor allem,
ich habe alles, was ich brauche,
ich habe und ich bin
genug!

Hoffnung dagegen produziert in meiner Welt ein Gefühl des Mangels, und Mangel erzeugt Angst, und wenn ich Angst säe, kann ich nur Angst ernten:
Denn wenn es dann besser ist, reicht das? Oder verliere ich das Gute dann wieder?Oder brauche ich dann was anders?…

Ja, ich sehe schon das Fragezeichen auf deinem Gesicht, ein Leben ohne Hoffnung?

Ja, sage ich, aus vollem Herzen, du brauchst die Hoffnung nicht,
was dir wirklich gut tut, ist

GLAUBEN!!

Und das heißt nicht unbedingt, Glauben im religiösen Sinne, sondern einfach das Gefühl, die Gewissheit, dass alles, was geschieht, Sinn hat.
Auch wenn ich ihn nicht sehe, oder jetzt noch nicht sehe,

ich glaube fest daran,
dass alles gut ist, wie es ist!

Dann muss sich nichts ändern, ich habe alles, was ich benötige,
und ich bin frei,
frei von Mangel,
frei von Angst,

und ich kann die Wunder sehen und lieben..
Und wenn ich Liebe säe, kommt Liebe zurück!

Das klingt für mich sinnvoll!

Der Gegenspieler von Glauben heißt Wissen, Vernunft.

Wer alles weiß, sieht nur das, was er sehen will, dass, was er weiß.
Die Welt ist immer eine Bestätigung deiner Vorstellungen,
und wenn du alles weißt, wirst du nur sehen, was du schon weißt.

Wenn du jedoch davon ablassen kannst, zu wissen und mehr für möglich hältst,
als du weißt, dann wirst du auch mehr sehen…
weil du grenzenlos, frei denken kannst!

Glauben ist für mich die Befreiung des Geistes,
und die Hoffnung ist sein kleiner Diener:

Glaube beginnt, wo Hoffnung endet…
Wenn ich nicht mehr will, als ich habe, sondern
glaube, dass alles , was ich habe, gut für mich ist!

Ja, auch der Schmerz,
das Leid,
die Trauer…

das sind alles Weckrufe des Lebens
und wenn ich heute auf die Weckrufe der Vergangenheit schaue,
bin ich dankbar für jeden einzelnen, den ich doch so verfluchte…
Sie haben mich befreit,
mir die Grenzen gezeigt, die ich mir selbst setzte,
die Gefängnismauern, die ich mir selbst gebaut habe.

Und nur deshalb konnte ich sie einreißen und frei werden,
und jeden Tag ein bisschen freier…

„ Für mich wird Glauben stets ein zuverlässigerer Ratgeber sein als die Vernunft.

Die Vernunft hat ihre Grenze, der Glaube hingegen ist grenzenlos.

Die einzige Grenze, an die du stößt, wenn du dir das Morgen vergegenwärtigen willst,
ist der Zweifel, an den du dich heute noch klammerst.

Ein vom Glauben beflügelter Mensch wird vom Leben unablässig belohnt.

Glauben heißt anzunehmen, was man nicht sehen kann und der Lohn des Glaubens besteht darin, dass man sieht, woran man glaubt.“

…ein kleiner Auszug aus dem wundervollen Buch: „Die große Reise zu sich selbst“ von Andy Andrews zum Thema Glauben.

Und so will ich die Hoffnung verlieren,
und Vertrauen finden
und glauben,

glauben, dass alles gut ist,

und damit jeden Tag ein bisschen freier
durch mein Leben reisen…

Mögest auch du
glauben und
so auch in deine eigene Freiheit reisen,

ich glaube an dich,

unterschrift
Caleya-pellegrina

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2 Kommentare zu die Hoffnung verlieren…

  1. Inge sagt:

    wie immer, meine liebe Caleya, sprichst du die innersten Ängste an. Deine Worte gehen so dermaßen unter die Haut, mir jedenfalls, dass es mir fast unwahrscheinlich erscheint, deine Ausführungen nicht zu verstehen.
    Es tut mir immer wieder gut, mit dir zusammen zu sitzen und die Banalitäten des Lebens zurück zu lassen. Denn alles, was uns hindert, uns selbst zu lieben, uns selbst genug zu sein, ist im Grunde genommen, doch wirklich banal und lässt uns das Schöne und Aufrichtige in unserem Leben nicht sehen. Auch wenn ich manchmal jammere und einige Dinge aus meiner Vergangenheit herbeisehne, weiß ich doch genau, was für mich richtig ist und wie mein Weg aussieht, nämlich kurvig, manchmal holperig und ab und zu auch mal mit tiefen Löchern versehen. Aber gerade das ist es doch, was das Leben spannend macht.
    Hoffnung…….ist das vielleicht doch auch ein Weg zum Glauben, zum Wissen? Aber dann lese ich deinen Text noch einmal und sehe, das es die Hoffnung eigentlich unmöglich macht, zu Glauben und zu Wissen.
    Hoffnung ist so trügerisch, du sagst es schon ganz richtig. Wer hofft, befindet sich in der Warteschleife, nur, auf was warte ich?? Das sich alles von alleine löst, mir alle Verantwortung abgenommen wird? Wer sich vollkommen auf das Leben einlässt, der kann mit Hoffnung nix anfangen, also fange ich doch sofort mit dem Glauben an, vor allem mit dem Glauben an mich selbst!
    Danke, Schatz, das du mir immer wieder meine Augen etwas weiter öffnest.

    • Caleya sagt:

      Danke, dass du mir immer so wundervole Feedback gibst,
      ich finde ja, dass nichts den eigenen Geiste mehr schärft als gute Gespräche mit Gleichgesinnten,
      und so kommt man dann auch zu so wertvolle Erkenntnissen…
      Ja, man fällt so leicht herein auf die Hoffnung, aber vielleicht auch deshalb, weil jeder etwas anderes darunter versteht..
      Lass uns glauben, und die Welt wird uns mit Wundern über Wundern beschenken.
      Alles ist gut, wie es ist <3
      Schön, dass es dich gibt 😉

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