Jammer, Jammer, Jammer…

Irgendwo jammert immer einer,
es ist zu warm, zu kalt,
zu hektisch, langweilig…

es gibt scheinbar immer einen Grund zu klagen.

Und mit all meinem Geklage lehre ich meinen Verstand, dass er dorthin schauen soll und Gründe suchen soll, damit ich immer was zu klagen habe…
Verrückt, wenn man da so drüber nachdenkt. Warum tue ich das bloß?

Ich meine, es kann doch überhaupt nicht in meinem Sinne sein, immer etwas zum Klagen zu haben??
Und doch,
so bringe ich meinem Verstand bei, zu denken.

Doch, wenn ich ihn lehren kann, wie und was er denken soll, dann kann ich ihm auch beibringen, anders zu denken.

Ich kann ihn auf das Schöne in meinem Leben aufmerksam machen!

Und ehrlich, es gibt immer etwas Gutes,
und seit ich meine Aufmerksamkeit dorthin lenke, sehe ich erst, wie viel Gutes mir so jeden Tag passiert.

Ich habe in dem Buch: FEEL GO(O)D von Patrick Kammerer
dazu eine schöne Idee gefunden, die ich mit dir, lieber Wandergefährte teilen möchte:

Das nächste Mal, wenn dein Verstand wieder anfängt, dir zu erzählen, wie schlecht/böse/gemein/ ungerecht die Welt ist, dann gib ihm eine andere, für dich nützlichere und sinnvollerer, Aufgabe:

Das kann z.B. so etwas sein wie: „Lieber Verstand, bitte zeige mir heut alle Momente, in denen jemand freundlich zu mir ist!“
Oder:
Lieber Verstand, bitte hilf mir, herauszufinden, was an dieser Situation hier und jetzt gut für mich ist!“

Verstehst du?
Ich finde das sehr hilfreich, kann ich doch meinen Verstand zu einem wirklich hilfreichen Wandergefährte machen, anstatt ihn jammern zu lassen oder mir den Weg vermiesen zu lassen!

Und ich kann ihn lehren, mir das Licht zu zeigen:
Ich persönlich finde, dass der Weg zum ganz eigenen Glück vor allem damit beginnt, dass man eine Kultur, ein Ritual der Dankbarkeit in seinem Leben installiert.

Es ist egal, wann und wie,
wichtig ist, dankbar zu sein.
Und damit meine ich nicht dieses dankbar sein als Verpflichtung als Reaktion auf etwas, was andere einem Gutes getan haben.

Nein, ich meine, dieses „sich-bewusst-machen-was alles gut-ist“:

Morgens aufwachen und gut geschlafen haben,
überhaupt aufgewacht zu sein,
soweit seiner eigenen Sinne Herr zu sein, dass man danken kann,
ein Bett zu haben,
allein ins Bad gehen zu können…

Es gibt so viel Gutes, was andere vielleicht nicht haben,
man muss es sich nur immer mal wieder bewusst machen.

Dankbar sein macht zufrieden,
man merkt, wie reich man ist,
vielleicht nicht an Geld,
aber an Freunden, Möglichkeiten, Schönem,
und wer zufrieden ist,
der braucht nicht mehr so viel…
Und wenn ich nicht so viel brauche,
hab ich alles, was ich brauche,
und ich muss nicht jammern,
sondern kann einfach aus meinem inneren Frieden leuchten.

Ich kann mein Licht leben, und damit Licht in meine Welt bringen,
und in die Welt von anderen…

Vielleicht hören die dann auch auf zu klagen und finden in ihrer Frieden und ihr Licht…

Das wär möglicherweise ein ganz stiller heller Weg zum Frieden.

Nun sagst du möglicherweise, dass kannst du nicht glauben.
Ja, das verstehe ich,

dennoch,
hast du es schon ausprobiert?

Mit dieser kleinen Geschichte hab ich die Dankbarkeit entdeckt,

Es war einmal ein Graf, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte.
Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche.
Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.

Komm, nicht klagen,
probier es aus, und schau, was sich in deinem Leben verändert.

Es ist besser, ein Licht anzuzünden als über die Dunkelheit zu klagen,
lass uns die Welt zum Leuchten bringen,

danke, dass du mir deine Zeit und deine Aufmerksamkeit geschenkt hast,
dafür kommt gleich eine Bohne in die andere Hosentasche,

unterschrift

Caleya-pellegrina

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