Ich pack das

Wie ihr ja wisst, betrachte ich mein Leben aus der Sicht einer Pilgerin,
was im Alltag bedeutet, ich denke wie eine Pellegrina auf ihrer Reise, bei allem, was ich tue und erlebe.

Und wirklich wichtig, je geradezu elementar, ist für einen Pilgerreisenden die Frage:

Was packe ich ein?

Hier gilt es gut abzuwägen zwischen dem Benötigten und dem Gewicht, denn jedes Gramm muss auf dem eigenen Buckel selbst jeden Meter des Weges getragen werden.

Nun wurde mir klar, dass sich diese Frage ebenso wichtig für den Alltag des täglichen Lebens gestaltet:

Was packe ich ein?

Hierzu eine kleine Geschichte, die ich im Internet gefunden habe:

Eine Psychologin ging durch den Raum während sie ihre Zuhörerschaft Stressmanagement lehrte. Als sie ein Glas Wasser hochhob, erwartete jeder im Raum die „Ist-das-Glas-halb-voll-oder-halb-leer-Frage“.
Stattdessen erkundigte sie sich mit einem Lächeln: „Wie schwer ist dieses Glas Wasser?“
Die Antworten variierten zwischen 8 bis 20 Unzen.
(Eine Unze beträgt umgerechnet etwa 28,35 Gramm)
Sie antwortete, „Das absolute Gewicht ist völlig egal. Es kommt darauf an, wie lange ich es halte. Wenn ich es für eine Minute halte, dann ist das kein Problem. Wenn ich es für eine Stunde halte, schmerzt mein Arm. Wenn ich es für einen Tag halte, wird sich mein Arm taub und lahm anfühlen. In jedem Fall verändert sich das Gewicht des Glases überhaupt nicht, aber je länger ich es halte, desto schwerer wird es.“ Sie fuhr sie fort: „Die Spannungen und Sorgen des Lebens sind wie dieses Glas Wasser. Denk für eine Weile darüber nach, es wird nicht schaden. Denke etwas länger darüber nach, dann beginnen sie zu schmerzen. Und wenn Du den ganzen Tag über sie nachdenkst, dann wirst Du Dich gelähmt fühlen – unfähig, irgendetwas zu tun.“

Quelle: mir unbekannt

Und genau das ist es!!!

Es ist wichtig, dass du dir jeden Tag, jeden Moment die Frage stellst:

Packe ich das ein?

Nehme ich dieses Gefühl an und trage es nun künftig mit mir?

Oder kann mein Gegenüber seine schlechte Laune einfach mal für sich behalten und ich fühl mich nicht zuständig?

Will ich wirklich Sorge in mein Leben packen, weil z.B. mein Kind noch keinen Studienplatz hat? Wem dient das? Was bringt das Ganze mir?

Hilft mir der Gedanke, ich bin ein Opfer? Oder sollte ich diesen getrost auspacken und einfach auf das Glück des Wanderers vertrauen und mich überraschen lassen vom Leben?

Kauf ich mir das? Ich werde es pflegen, tragen, säubern müssen… Will ich das packen? Oder packe ich mir damit ein Stresselement in mein Gepäck?

Übernehme ich die Aufgabe? Oder lasse ich mal zu, dass andere es auf ihre Art machen? Oder gar nicht?!

Packe ich das ein? Packe ich das an?

Diese Fragen sind die wichtigsten in deinem Leben,
denn sie entscheiden, was du jeden Tag mit dir trägst,
wohin du deine Zeit und deine Energie sendest!

Diese Gedanken gestalten dein Leben!

Sei behutsam
Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.
(Talmud)

Es ist wichtig,

auf der Reise durchs Leben,

loszulassen, wegzulegen, aufzugeben…

Alle Gedanken, Sorgen, Fragen so früh wie möglich loslassen,
das Leben gewähren lassen,
alles in Gottes Hände legen,
vertrauen,
sich selbst und dem Leben.

Trage sie nicht durch den Tag oder womöglich noch in die Nacht hinein.

Erinnere Dich daran,
das Glas wieder hinzustellen!
Packen wir es an,

unterschrift
Caleya-pellegrina

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