Ich weiß nicht(s)

Es gibt da dieses Zitat:

Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Ich dachte immer, ich hätte es verstanden, seinen Sinn erfasst,
es soll die Begrenzung unseres Wissens aufzeigen, die Veränderlichkeit dessen, was heute gilt.
Es soll mich erinnern, dass ich nur mein Leben kenne und keine Ahnung habe, wie andere leben (müssen) und sich dabei fühlen.
Ich dachte auch, es soll mir aufzeigen, dass ich nicht weiß, was für andere gut ist…

Doch je länger meine Wanderung durchs Leben dauert, desto mehr sehe ich darin einen noch viel tieferen Sinn…

Ich weiß heute,
dass alle meine Versuche, mein Leben unter Kontrolle zu halten,
meine Wünsche, die ja auch ausdrücken, dass ich glaube, dass sie gut für mich sind,
meine Vorstellungen, wie etwas gut und richtig ist,
letztendlich gar nicht stimmten.

Ich habe Entscheidungen getroffen, im festen Glauben, das Beste für mich geregelt zu haben, um dann später zu erleben, dass sie nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben.

Ja, ich weiß, es gibt eigentlich keine Fehler, sondern nur Erfahrungen und ja, ich hab auch viel daraus gelernt,

dennoch,

es geht hier um die Vorstellung, ich wüsste, was gut für mich ist.

 

Weiß ich aber gar nicht….

Ich sehe immer die Vorschläge und Ideen, sich Wünsche vom Universum erfüllen zu lassen oder Affirmationen zu sprechen, um etwas herbei zu rufen … weil ich etwas anders haben will… weil es mir fehlt, …. aber… tut es das wirklich?

Ist das nicht auch nur wieder meine Vorstellung, mein angebliches Wissen, mein Versuch, Kontrolle zu bekommen?

Ich weiß, dass ich nichts weiß!

Für mich bedeutet das heute dies:

Ich sehe, dass ich nicht die Weitsicht habe, nicht den göttlichen Plan, und dass ich an vielen guten Erfahrungen und vor allem an so vielen Wundern vorbei gegangen wäre,
wenn ich bekommen hätte, was ich wollte,
wenn das Leben meinem Plan gefolgt wäre…

Ja, ich brauche eine Vision, eine Art innere Landkarte, aber mehr von dem, was ich bin, was mir gut tut, als von dem, was sein soll…Und ich brauche Mut, mich dem Fluss des Lebens hinzugeben…

Wünsche, Vorstellungen, Träume jedoch produzieren ein Gefühl des Mangels,
und dabei hab ich doch gar keine Ahnung, ob das wirklich das Beste ist…

Wenn ich mir treu bleibe,
und mich dem Leben anvertraue,
die Kontrolle aufgebe,
und einfach jeden Moment gestalte,

mich einfach hingebe, zulasse,
mich öffne für das, was kommt,

dann sehe ich Wunder um Wunder,
jeder Augenblick hat seinen Zauber
und alles, was ist, lässt mich wachsen.

Alles ist gut!

Immer!!!!

Früher hab ich geglaubt, ich bin das Opfer des Lebens,
dann hab ich geglaubt, ich bin sein Schöpfer,
aber weißt du was,
das stimmt auch nicht,

ICH BIN DAS LEBEN!!!!!

Ich bin
der Moment,
die Freude,
das Glück,
die Liebe,
das Vertrauen,

und sehe nur Wunder,

und ich weiß gar nichts,

sondern

BIN.

Mögest auch du entdecken,
dass DU das Leben bist,

unterschrift

Caleya-pellegrina

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