Spiel, Satz und Sieg

Es war eine merkwürdige Zeit und lange bin ich sozusagen im Dunkel gewandert.

Doch dann, endlich, verzogen sich die Schatten auf meiner Seele und ich sah klar:

Ich hatte mich hier versteckt, in dem Dunkel. Ich hatte mich dem Leben verschlossen, weil ich glaubte, ich könnte so mein Leben kontrollieren.

Ich dachte, mich selbst zu beherrschen und reflektiert mit Situationen umzugehen, würde mich schützen können vor negativ empfundenen Reaktionen und Bewertungen meines Selbst.

Es ging mir gut…solange ich alleine war…

Ich hatte mich selbst gefunden, hatte entdeckt, wie wichtig ich für mein Leben bin und war nicht mehr bereit, mich an andere zu verkaufen!
Und hier, bei mir, war ich sicher. Hier konnte ich dem, was ich nicht erleben wollte, ausweichen.

Doch so saß ich auch im Dunkeln.
Und jetzt sehe ich es:
Wenn ich mich verschließe, dann berührt mich nichts mehr, nicht mal mein Leben!

Ja, ich hatte mich gefunden und war mir treu,
aber
ich verliere auf diese Weise mein Leben in zunehmendem Maße!

Das konnte keine Lösung sein!

Die Lösung fand ich in mir, in meinem Land:

Je mehr ich mir meines Wertes und meiner Schönheit bewusst werde,
je mehr ich mich so annehme, wie ich bin,
wirklich, mit allen Ecken, Kanten und Macken
und diese als Teil meiner einzigartigen Schönheit erkenne,
desto mehr Vertrauen kann ich wieder zu mir,
und damit zum Leben, entwickeln.

Ich muss Menschen und Situationen nicht ausweichen,
denn

1.  das Leben ist kein Rennen, sondern eine Erfahrung, eine Lernsituation, die ich machen will und sollte, denn nur so kann ich etwas über mich lernen und mich so weiter entwickeln!

2. nur so kann ich wahrhaftige Begegnungen erleben, die mir Freude und schöne Erinnerungen bringen!

3. jetzt sehe ich mehr und mehr, dass ich wunderschön bin, und mir vertrauen kann. Ich erlebe meine neuen Fähigkeiten und Stärken und die Liebe, die ich bin, doch nur in der Begegnung mit anderen und dem Leben! Jeder gelungene Moment ist ein Kompliment an mich selbst!

4. mir wird zunehmend bewusst, dass ich so, wie ich bin, richtig bin, denn wenn Gott mich anders gewollt hätte, hätte er mich anders gemacht!

5. Gott hat auch dich und alle anderen Menschen und somit alle Reaktionen und alle Lernsituationen gemacht. Damit ich lernen kann, Wunder erleben kann und mich lebendig fühlen kann!

Es gibt keinen Grund, sich zu fürchten!

Das Leben und alles, was dazu gehört, ist eigentlich ein Spiel,
ergebnisoffen,
aus reiner Freude am Tun,
gemeinsam Möglichkeiten schaffen
und lachen, lernen, handeln.

Das Leben soll Spaß machen,
es geht nicht ums Gewinnen,
sondern um die Gestaltung jeden einzelnen Augenblicks
in Freude und Liebe!

Aus jedem Moment das Beste machen,
eben das Spiel spielen,
mit dem Blatt, das man gerade hat!

Ich kann die Spielregeln nicht allein bestimmen,
das Blatt bestimmen, mit dem ich spiele,
oder das Spiel kontrollieren,
aber ich erkenne nach und nach die Regeln.
Und je mehr ich das Spiel verstehe
und mich einfach darauf einlasse,
desto sicherer und erfolgreicher werde ich spielen!
Und genau darum geht es: Lass uns spielen!

Hey, das klingt nach einer Menge Spaß,
ich fürchte nicht mehr den Konflikt,
denn er birgt so viele Wunder,
und gerade er wird zu meinem Spielfeld,

ich bin wieder im Spiel!

Kommst du raus,
spielen?

unterschrift

Caleya-pellegrina

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