Mein Reise-Tagebuch

Es ist schön, zu wandern und zu pilgern.
Man geht leichten Fußes, man ist unterwegs,
erlebt schöne Momente, findet Wahrheiten und Erkenntnisse und ist glücklich.

Leider ist es ja nachgewiesenermaßen unserem Verstand nicht gegeben, schöne Erinnerungen so gut zu speichern wie schlechte.
Als Erbe unser Urahnen aus den Höhlen, für die die Erinnerung an Gefahren wirklich wichtig waren, wandern wir heute eben mit einem solchen Verstand durch eine Welt, in der es für mich mit das größte Unglück ist, nicht zu sehen, wie glücklich man ist.

Wer glücklich sein will, muss sich stetig erinnern, an all das Gute, was er hat und was er auf seinem Pilgerweg erlebt und lernt.

Hier ist mir mein Reisetagebuch eine große Hilfe.

Jeden Abend setze ich mich hin und schreibe mir auf:

1. Was habe ich heute? Wofür bin ich dankbar?
Also, ich könnte inzwischen stundenlang Dinge aufzählen, für die ich dankbar bin, darum beschränke ich mich, vielleicht auf 10 Dinge, eine Seite, was heute besonders wundervoll war…Wichtig ist einfach mal zu sehen und zu erkennen, was man alles hat und wie reich man beschenkt ist. Nicht unbedingt mit Dingen, die man für Geld kaufen kann, aber mit viel besseren Sachen. Versuch doch nur mal, Gesundheit zu kaufen…

2. Was hab ich heute gut hinbekommen?
Ja, am Anfang fiel es mir richtig schwer, dazu etwas zu schreiben, neigte ich doch auch zum Perfektionismus und zum Mangeldenken. Aber gerade dieser Teil hat mich gelehrt, zu erkennen, was ich alles schaffe. Und wenn es an manchen Tage nur das Aufstehen ist, ich allein weiß, wie viel Mühe es mich gekostet hat. Und ich darf stolz sein auf das, was ich so hinbekommen kann. Und ich achte mich mehr und damit auch mehr auf mich. Und das tut unbeschreiblich gut!

3. Was will ich sein?
Was ist meine Gabe, mein Geschenk an die Welt?
Auch hier habe ich mich mit der Zeit mehr und mehr an meine Wahrheit herangetastet und habe inzwischen eine für mich früher unvorstellbare Größe erreicht. Weil ich sie für möglich halte, weil ich sie mir erlaube, weil ich weiß, dass ich es bin.
Ich habe angefangen mit solchen Vorstellungen wie: Ich will eine gute Mutter sein, und habe mir dann überlegt, was macht es für mich aus, eine gute Mutter zu sein?
Und dann habe ich, in Punkt

4. überlegt, was muss ich tun, was brauche ich, um das sein zu können?

Und ich bin auf solche Ideen wie: Geduld, Toleranz, Mut und so gekommen und habe dann für mich mir für jeden Tag eine Aufgabe vorgenommen, die mich zu diesem Ziel führt.
Nehmen wir zum Beispiel Geduld (immer noch eines meiner Lieblingsthemen:-P ): Ich habe mir mal vorgenommen, für mich zu definieren, was Geduld bedeutet, mal, was ich tun kann, um mich daran zu erinnern, geduldig zu sein, mal habe ich mir Zitate zum Thema durchgelesen und mir Leitsätze erfunden. Und so habe ich mich jeden Tag meinem Ziel, meiner Vision angenähert.
Im Laufe der Zeit habe ich auch meine Visionen verändert, angepasst, allgemeiner gefasst, mich mehr und mehr entdeckt und gefunden.
Eben meine Land entdeckt und neues Land gefunden.

5. Erlaubungen
Ja, diesen Trick habe ich in einem wundervollen Newsletter kennen gelernt, und gerade den finde ich sehr hilfreich: Ich nehme jeden Abend auch ein paar Dinge, die mir nicht an mir oder meinen Handlungen gefallen und schreibe sie als Erlaubungen auf:

So zum Beispiel: Ich darf ungeduldig sein!

Ich bin, wie viele andere wahrscheinlich auch, immer viel zu hart gegen mich selbst gewesen, und fühlte mich schlecht, wenn Dinge mal nicht geklappt haben.
Inzwischen habe ich erkannt, wie viel Energie ich mir damit raube, durch das Grübeln und Zweifeln, und es ist noch nicht mal irgendjemandem damit geholfen.
Und durch das sich selbst Anzweifeln leiste ich Widerstand gegen Situationen oder Menschen und mache mir und ihnen damit Stress.
Und auch das ändert nichts…und ich ändere mich auch nicht, denn ich verharre in der Schuld, der Scham.
Und das ist alles so sinnlos, aber eben menschlich.

Und meine Erlaubungen wirken dem allem entgegen:
Ich darf so sein, ich vergebe mir, ich bin nachsichtig, ich behalte meine Energien bei mir, und ich kann in Situationen statt Selbstvorwürfen jetzt mich selbst in den Arm nehmen, mir sagen, jetzt kann ich was lernen und schaffe es sogar, Situationen zu ändern.

Und, bamm! hab ich wieder was für meine Erfolgsaufzählung. Ich Glückpilzin!!

6. Meine Leitsätze
Jeden Abend formuliere ich Leitsätze, die mir für den morgigen Tag Wegweiser sein sollen.
So zum Beispiel:
-Widerstand ist zwecklos
-Dankbarkeit ist der Schlüssel zum Glück
– Ich habe den Mut, ich selbst zu sein
– Ich liebe mein Leben und mein Leben liebt mich
– Alles ist gut, wie es ist, sonst wäre es anders
– Immer, wenn wir lachen stirbt irgendwo ein Problem
– Frieden beginnt in mir
– in der Ruhe liegt die Kraft
uns was mir noch so einfällt…Meine Leitsätze variieren je nach Tag und Form.

Dieses Reisetagebuch ist eine der wundervollsten Ausrüstungsgegenstände, die ich habe.
Und dadurch, dass ich es täglich mache, kann mein Verstand sich auch merken,
wie glücklich ich bin.

Jeden Morgen schaue ich mir meine Vision an, und starte dann in den Tag mit dem Gefühl, ich weiß, wohin ich gehen will, ich kenne meinen Weg.

Den Weg zu mir selbst, auf dem ich soviel lernen kann und das Glück tief in mir finde,
jeden Tag!

Mögest auch du dein Glück finden,

unterschrift

Caleya-pellegrina

Die Idee vom Reisetagebuch ist sehr wesentlich inspiriert von dem Coaching per Newsletter von Matthias von riskiere-und-gewinne.de, DANKE dafür, Matthias!

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