Warum ich alles verlieren will…

Die Idee vom Leben als Pilgerweg hilft mir vor allem bei einem für mich unendlich wichtigem Lernvorgang:

 

Ich will alles verlieren!

 

Und schon allein, wie ich diesen Satz geschrieben habe, zeigt mir, dass ich das noch nicht geschafft habe. J

Ja, das klingt strange, ich will versuchen, es dir zu erklären:

Ich ( – und schon wieder bin ich gescheitert,) will (– argh…) nicht mehr wollen,

 

ich will keine Erwartungen haben, keine Hoffnungen, keine Wünsche,

gar nichts…

einfach ich sein,

ich will alles so nehmen

wie es ist!

 

 

Ich will nicht mehr darüber grübeln, was ich anders machen will oder was ich noch tun sollte,

 

ich will das alles verlieren,

um wirklich frei zu sein,

 

mich selbst zu lieben

und meine Zukunft dem Licht zu überlassen.

Dafür muss ich alle meine Ängste verlieren, alle Zweifel,

an mir und an der Welt,

alle Vorstellungen, wie etwas zu sein hat.

 

Ich muss nicht denken: Ich will eine Heilerin sein, dass schafft Druck, Erwartungen und lässt mich an mir selbst zweifeln…

 

Ich will mein Ich verlieren, denn mein Ego, da kann es mir noch so tolle Ideen einpflanzen, wird auf dem Weg sich selbst zu erfüllen, Angst entwickeln, sich vergleichen, mich antreiben- und das will ich doch nicht mehr!

 

Ich will mir bewusst machen, dass mir niemand gehört, mein Partner nicht, mein Kind nicht –

 

NIEMAND!! Auch diesen Gedanken will ich verlieren!

 

Sie sind bei mir, weil sie sich bewusst dafür entscheiden…jeden Tag…. aber ich habe keinen Anspruch darauf, kein Recht, sie gehören mir nicht!

 

Und ich kann nicht verlieren, was mir nicht gehört!

 

Das macht mich dankbar, und ich wertschätze,

was die Menschen in meinem Umfeld für mich und mit mir tun!

 

Ich will mich von allem losmachen, von meinem Job, meiner Wohnung, meinem Auto- nichts davon werde ich ewig haben und auf nichts davon kann ich Anspruch erheben!

Ich kann nur dankbar sein, dass ich es jetzt, hier und heute habe!

 

Ja, ich begegne auf diesem Weg all meinen Ängsten,

und auch die will ich verlieren, also stelle ich mich ihnen und nehme ihnen die Macht über mich.

 

Und es entsteht Glaube und Vertrauen,

und ich höre auf, zu wollen,

und lasse einfach nur zu,

denn ich weiß, alles ist gut, so, wie es ist!

 

Ich bin gut, alle anderen Menschen sind gut, alles ist gut,

egal, was passiert, ich vertraue darauf, dass es irgendwofür gut ist,

und dass ich irgendwann erkenne, wofür!

 

Ich höre auf, mich zu wehren,

verliere Widerstand und Kontrolle,

ich verliere den Verstand

und ende im

ICH BIN.

 

Kein Wollen, kein Müssen, kein Hinterfragen,

bedeutet auch kein Zweifeln, keine Schämen, kein Energieverlust!

Ich werde der Freude folgen und einfach alles und jeden lieben,

und echt, offen und ganz und gar, und irgendwie nackt sein

und vor allem frei sein.

 

Und alles verloren haben-

mein größter Gewinn!

 

Wer einfach nur glücklich ist, ohne Grund,

wird immer glücklich sein!

 

Und dafür habe ich mich auf meinen Weg gemacht,

und komme meinem Ziel immer ein Stück näher,

 

mögest auch du alles verlieren

und frei werden,

 unterschrift

Caleya-pellegrina

 

 

 

Dazu noch dieses wundervolle Zitat von Rainer Maria Rilke:

„Man muss nie verzweifeln, wenn einem etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muss, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.“

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