Der Boden, auf dem ich stehe

Der Boden meines Landes

Der Boden meines Landes ist für mich unendlich wichtig,
er schafft mein Land, er ist meines Landes Fundament,
er ist das, worauf ich gehe, stehe, ohne den Boden gäbe es kein Land.

Worauf soll ich wandern, pilgern, wenn ich keinen Boden unter den Füßen habe?

Und so besinne ich mich auf den Boden, auf dem ich stehe, spüre seine feinen Sandkörner in allen Farben und Formen,
und sehe all das, aus dem der Boden entstanden ist:

Aus meinen Taten, aus meinen Gedanken, aus meinen Worten, aus mir.

Jedes Jahr entsteht eine neue Schicht in diesem Boden, jedes Jahr erschaffe ich mit all meinen Handlungen Pflanzen, Blätter, die dann zu Boden sinken und zu Erde werden.

Zu der Erde, die mein Land, meine Körper wird,
zu der Erde, auf der ich gehe, auf der ich Neues schaffe,
zu der Erde, die mich nährt.

Und ich bin es, die aus dem Boden die Täler oder Berge formt, meine Gedanken machen Dinge unüberwindlich oder sie werden zu Aufgaben, die man, Schritt, für Schritt, schaffen kann.

Und ich rieche den erdigen Geruch, und stelle meinen Fuß darauf und spüre hinein, was der Boden mir sagt:

Ob er federnd ist und mir als Tanzboden dient?
Oder ob er zu trocken ist, staubt und dringend Wasser, Zuwendung braucht?
Oder ob er schwer an meinem Fuß klebt, und ich mehr Leichtigkeit brauche.

Und so erde ich mich, werde eins mit meinem Land und bin ganz und gar ich, voll bewusst, wo ich stehe und was mich ausmacht.

Ich sehe meinen Fußabdruck, den mein letzter Schritt hinterlassen hat.

Und wenn ich meinen Blick weite, sehe ich weitere Fußabdrücke, die mir erzählen, von wo ich gekommen bin und die auch anderen erzählen, von meinem Weg und von meinen Taten.

Und mir wird klar, dass ich drauf achten muss, wohin ich meinen Fuß setze, denn ich schaffe neue Wege, die vielleicht auch anderen dienen und meine Spuren werden anderen viel über mich erzählen, was möchte ich für Spuren hinterlassen?

Dieser Boden gibt mir Halt, hier kann ich Fuß fassen, hier stehe ich sicher.
Dafür muss ich aber dem Boden vertrauen,
wissen, was dieser Boden bietet und was ihn ausmacht.

Und diesem Boden vertraue ich meine Zukunft an, ich setze hier die Samen und ich passe auf, dass hier keine Unkraut wuchert, dass ich in meinem Land nicht haben will, so etwa Gedanken, oder Situationen oder gar Menschen, die sich hier festsetzen und mir mein Land nehmen wollen.

Ich bin der Bauer meines Landes, ich beackere den Boden und ich hüte und pflege ihn.
Ich entscheide, was ich säen will, und was nicht.

Aus diesem Boden kommt das neue Leben, mit dem ich mein Land nähren, füllen will.

Und wenn ich mich nicht um meinen Boden, meine Fundament kümmere, wenn ich es verkommen lasse, dann wird es trocken, staubig, am Ende zur Wüste. Und der Wind des Lebens trägt mein Land von mir fort, und alles wird öd.

Oder es wird verunreinigt, zum Katzenklo oder von Sandflöhen bevölkert.

Ich bin der Boden meines Landes,
ich muss mich darum kümmern,
dass ich gesund bin,
dass ich stark bin, und voller Kraft
welche Spuren ich formen möchte,
und was ich für Gedanken nähre und pflanze.

Ich muss dafür sorgen,
dass ich fruchtbar, offen für Neues, bin,
das Vision habe, was ich formen will,
dass ich die Schönheit sehe, die ich habe,
und das ich hier säe und nicht jemand anders.

Ich bin meine Basis,
und ich finde hier alles, was ich brauche
für ein ganzes Land!

Ich wünsche dir immer eine Handbreit Boden unter den Füßen,

unterschrift

Caleya-pellegrina

 

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