Speis und Trank

Speis und Trank

 

Im Alltäglichen, im Leben, sind Speis und Trank wichtige Themen,

und auch ein Pilgerer, ein Wanderer,

muss sich gut überlegen, wie er sich für seine Reise vorbereitet und in seiner Kraft hält.

 

Speis und Trank sind das, was mich ernährt,

das, aus dem mein Körper sich selbst neu schafft,

das, was meinen Hunger und Durst stillt,

das, was mir Kraft und Gesundheit schenkt.

 

Wie man sich gesund ernährt, weiß heute eigentlich fast jeder, und so hat jeder die Chance, seinem Körper das zu geben, was er braucht… Oder eben auch nicht..

 

Aber auf meiner Pilgerreise tief in mein Inneres, in mein Leben, brauche ich die Vitamine und Kohlenhydrate für den Körper,

aber ich brauche auch Nahrung für meinen Geist und für meine Seele.

 

Denn auch dort gibt es Hunger und auch dort hält die richtige Nahrung mich gesund.

 

Was nährt meinen Geist?

 

Mein Geist, mein Verstand, braucht Informationen, Impulse, aus denen er immer wieder eine Vorstellung entwickeln kann, wo ich bin und wohin ich will.

 

Ich brauche Berichte, die mich tief berühren, die die bestehenden Vorstellungen ins Wanken bringen können, die meinen Horizont erweitern, meine Wahrheiten immer wieder in Frage stellen und überprüfen und die dadurch am Ende sogar meine Welt verändern können.

Das können Bücher sein, aber auch Blogs, oder Briefe, Erzählungen anderer Reisender oder was immer mir auf meiner Reise begegnet.

 

Was mein Geist nicht braucht, sind Informationen, die zu schnell, zu aufrührend, ja sogar Angst einflössend sind.

 

Ich praktiziere seit Jahren eine solche Diät: Kein Fernsehen, keine Zeitung, keine Nachrichten. Diese sind in meinen Augen bewusst so gehalten, dass sie schockieren, denn man will sich ja verkaufen. Schau doch mal in die Nachrichten, die Zeitung, wie viel gute Nachrichten findest du dort? Und wie viele andere?

 

Das prägt mein Bild von meiner Welt

und meine Welt ist nicht diese Welt, sie ist nicht nur dunkel,

sie ist auch hell und voller Liebe,

nur verkauft man so eben keine Zeitung, keine Werbung.

 

Nein, das bedeutet nicht, die Augen vor der Wahrheit zu verschließen, sondern für mich heißt es, sich beweglich zu halten, nicht den Verstand einseitig zu ernähren, und nicht vor Angst erstarrt auf das Ende der Welt zu warten. Das heißt, nicht geduckt da zu sitzen mit einem Gefühl der Ohnmacht, sondern sich ganz bewusst zu entscheiden, welche Gedanken man denken will und wie man handeln will.

 

Denn letztendlich schaffen meine Gedanken meine Welt!

 

Ich kann im Kleinen, in meiner Welt sehr viel mehr bewegen, als mir die Nachrichten weiß machen wollen. Und nach meiner Erfahrung bekommt man genug mit, um informiert zu sein. Und man ist skeptischer, weil man mehr Distanz zu all den Nachrichten hat…

Probier es aus, mach mal eine Informationsdiät, und schau, was es mit dir macht!

Achte auf die Nahrung, die du deinem Geist gibst, aber lass ihn auch nicht hungern, sonst wird er unbeweglich und er erzeugt aus Langweile eigene Ideen, die meist Probleme sind, und das erzeugt Angst.

 

 

Und was nährt meine Seele?

 

Ja, was nährt sie?

Wenn ich die Augen schließe und mir schöne Momente vorstelle, die mich erfüllen und mir Kraft und ein schönes Gefühl schenken, dann sind das die Momente, die meine Seele mit Freude, mit Liebe, mit allem nähren, was sie braucht, um glücklich zu sein.

 

Ich habe mir einen Speisezettel für meine Seele erstellt, damit ich immer wieder darauf achte, auch meiner Seele zu geben, was sie braucht:

 

Was meine Seele füttert:

– Im Sonnenschein spazieren gehen,

-wild tanzen zu schöner Musik,

– Eis essen,

– mit Freunden einen Spieleabend zu machen,

– lachen, laut und herzhaft und gern mit anderen zusammen,

– meine Katzen knuddeln,

– im Herbstlaub rascheln,

– Lagerfeuer am Strand,

– singen zur Gitarre mit Freunden,

– ein Lob,

– eine Umarmung,

– der Sternenhimmel bei Nacht,

– ein Spaziergang im Wald,

– jemandem etwas schenken,

– am Meer sitzen du auf die Wellen lauschen,

– der Gesang eines Vogels,

– etwas erschaffen,

– weinen können,

– dankbar sein,

– Freundschaft erfahren,

– Hilfe bekommen,

– im Hier und Jetzt sein,

– eine Massage,

– eine schöne Blume am Wegesrand

und noch soooooooo vieles mehr.

Das Schöne daran ist, ich kann meine Seele jederzeit nähren, egal, wo ich bin,

indem ich auf das Schönes des Momentes achte,

der Freude folge

und mir Dinge oder Sachen gönne, die mir wohl tun.

Alles, was mich umgibt und was ich an mich oder sogar in mich hineinlasse,

erzeugt doch in mir ein Echo, eine Resonanz.

Und ich entscheide, womit ich mich umgebe

(Freundeskreis, Informationen, Arbeitsplatz…)

und

was ich an mich heranlasse.

(Einfach nicht jeden Schuh anziehen, nicht jede Kritik annehmen, Menschen auch einfach mal reden lassen…)

Und wenn ich mich und meine Welt

bewusst nähre und sie so ja auch wachsen lasse,

dann wird diese Welt wirklich meine Welt,

in der ich leben kann ohne Angst,

ohne den Hunger nach Liebe oder Anerkennung,

in der ich meine Kraft finde

und in der ich zutiefst glücklich

und zu Hause bin.

 

 

Mögen Speis und Trank

auch dich auf deinen Reisen wohl nähren,

unterschrift

Caleya-pellegrina

 

 

Und was nährt deine Seele?

 

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