mein Spirit und ich

Ich nehme mit diesem Artikel an der Blogparade zum Thema: „Spiritualität und du“ teil…

Ich mag Blogparaden, jede von Ihnen ist eine Aufforderung an mich, mich mit einer meiner Vorstellungen auseinander zu setzen, zu wachsen…

So war es auch diesmal…

 

Ich hab viel geschrieben und mit jedem Artikel mich mehr und mehr dem angenähert, was die Essenz meine Gedanken zu dem Thema ist. Und zu meiner Überraschung hab ich nichts über Einhörner oder Engel geschrieben, sondern einen für mein Verhältnisse ungewöhnlich sachlichen Artikel darüber geschrieben.

So kann man sich auch mal selbst überraschen:

Egal, das ist das, was ich über Spirtualität denke:

 

Spiritualität – was ist das für mich?

Ich schreibe bewusst für mich, denn was Wikipedia davon hält, kann jeder dort nachlesen, ich wollte meine ganz persönliche Meinung dazu finden.

Spiritualität ist für mich das Leben in einer Dimension, einer Ebene, in der mein Geist, mein Spirit, meine Seele wohnt.

Ich persönlich nenne es: „höheres Selbst!“

Das höhere Selbst ist  für mich eine neutrale Beobachter-Ebene, in der ich Abstand zu allem, was mich bewegt, gewinne und so Entscheidungen treffen kann, die zutiefst aus mir, und dem, was mich ausmacht, getroffen sind.

Wenn ich diese Ebene möglichst viel in mein tägliches Denken, Fühlen, Handeln mit einbeziehe, erreiche ich ein möglichst authentisches Leben.

Ein Leben unabhängig von den äußeren und inneren Einflüssen,

ich kann unabhängig handeln

und nur so mein wirkliches wahres Selbst zum Ausdruck bringen und leben.

 

Ganz wundervoll kommt das in der folgenden Übung zum Ausdruck, die ich in einem Buch* gefunden habe.

Man lehne sich zurück und sage sich selbst die folgenden Worte:

„Ich habe einen Körper, aber ich bin mehr als mein Körper. Mein Körper mag sich gesund oder krank anfühlen, er mag ausgeruht oder müde sein, er ist ein Teil von mir.

Aber was mich, mein Selbst ausmacht, ist mehr als mein Körper. Mein Körper ist mein wertvolles Instrument der Erfahrung und das Handelns in der äußeren Welt. Ich behandle ihn gut. Ich erhalte ihn bei guter Gesundheit. Aber das, was mich ausmacht, worin mein Selbst zum Ausdruck kommt, ist mehr als mein Körper. Ich habe einen Körper, aber ich bin mehr als mein Körper.

Ich habe Gefühle, aber ich bin mehr als meine Gefühle. Meine Gefühle sind ganz unterschiedlicher Art. Sie ändern sich ständig. Es sind ganz gegensätzliche Gefühle. Bei all dem weiß ich aber, dass ich immer ich bleibe, mein Selbst; in Zeiten der Hoffnung und in Zeiten der Verzweiflung, bei Freud und bei Schmerz, im Zustand von Verwirrung oder im Zustand von Gelassenheit. Ich vermag meine Gefühle zu spüren, in ihnen zu sein, zugleich kann aber kann ich sie auch beobachten, verstehen und einsetzen, mit ihnen umgehen. Ich vermag sie zu lenken du zu nutzen. Das sagt mir: was mich ausmacht, was mein Selbst ist, ist mehr als meine Gefühle.

Ich habe Gefühle, aber ich bin mehr als meine Gefühle.

Ich haben Wünsche und Sehnsüchte, aber ich bin mehr als meine Wünsche und Sehnsüchte. Meine Wünsche und Sehnsüchte kommen aus mir und kommen aus meiner Umwelt. Sie sind veränderbar und gegensätzlich. Sie sind gekennzeichnet von Anziehung und Zurückweisung.
Ich habe Wünsche und Sehnsüchte, aber ich bin mehr als meine Wünsche und Sehnsüchte.

Ich habe einen Verstand, aber ich bin mehr als mein Verstand. Mein Verstand ist mehr oder weniger gut entwickelt und aktiv. Er ist ei Organ von Wissen in Bezug auf meine äußere und innere Welt. Aber er ist nicht mein Selbst.

Ich habe einen Verstand, aber ich bin mehr als mein Verstand.

Das, was mich im Tiefsten ausmacht, ist mehr als mein Körper, ist mehr als meine Gefühle, ist mehr als meine Wünsche und Sehnsüchte, ist mehr als meine Gedanken.

Es ist mein Selbst, jener Bereich in mir, der mich trägt, der unveränderlich ist, der mich zutiefst ausmacht. Mit diesem Bereich in mir will ich in Berührung zu kommen, ihn will ich spüren, ihn will ich in mir wirken lassen.

Es ist jener Bereich in mir, der mein Fundament ausmacht, in dem ich am stärksten zum Ausdruck komme.“

Ich finde diese Übung einfach wundervoll, und nichts erklärt meiner Meinung nach die „Spirituellen Ebene“ besser als sie.

Ich bin mehr als das, als mir bewusst ist, und wenn ich mir diese „höhere“ Ebene bewusst mache, die von außen nur berührt werden kann, wenn ich es zulasse, dann gewinne ich den nötigen Abstand, um authentisch und frei handeln und leben zu können.

Und wie lebe ich meine Spiritualität?

Und um die „spirituelle Ebene“ möglichst viel in mein Leben mit einzubeziehen, kann ich Vieles tun, was ich auch tue:

  • Meditieren: Das ist für mich wie Haare kämmen, nur kämme ich Gedanken und die damit verbundenen Gefühle: will ich das denken? Tut es mir gut? Kann ich das anders denken?
  • Achtsamkeitsübungen, wie langsam essen oder langsam gehen: Hier nehme ich bewusst die „Höhere Selbst-Ebene“ ein und kann ein neues Bild schaffen.
  • Verbundenheit leben: Auf der spirituellen Ebene gibt es kein Ver-urteilen, denn es gibt keine Urteile. Hier kann ich meine Mitmenschen als Brüder und Schwestern sehen, und entsprechend mit ihnen umgehen. Übrigens sehe ich auch Tiere, Pflanzen, ja alles um mich herum aus dieser Sicht, was Verbundenheit, ja, Liebe schafft.
  • Dankbarkeitsübungen: Ich erkenne täglich, dass nichts selbstverständlich ist. Und so werde ich dankbar für alles, am Ende sogar einfach nur dafür, dass ich danken kann.. Das gibt allem, was ich erlebe, und allem, was mit begegnet, einen neuen Wert.
  • Be-wertungen aufgeben: Wenn ich mein Leben aus der neutralen Beobachter-Position anschaue, mache ich mich oder anderen nicht herunter und schlecht, sondern ich sehe Punkte, an denen ich „anders“ sein möchte. Und ich suche mir Wege, das umzusetzen. Nicht, weil ich perfekt sein will, sondern weil ich mehr und mehr das leben will, was mich eben zutiefst ausmacht.

Bevor ich spirituell lebte, hat mir diese Dimension immer gefehlt. Ich hab gespürt, dass sie da ist, dass es einen Ort in mir gibt, wo ich ganz ich sein kann. Ich hab lange überall gesucht, bis ich ihn tief in mir fand.

Jetzt weiß jetzt, dass ich mehr bin als ein Spielball der lärmenden Verwirrung des Lebens. Das tut gut, weil es mit mir Ruhe und Gelassenheit gibt.

Ich habe für mich daraus ein Sinnbild entwickelt:

Ich stelle mir vor, dass mein ganzes Leben eine Pilgerreise ist:

Jeder Moment meines Lebens ist ein Schritt auf dieser Reise,

und ebenso, wie auf einer Reise,

betrachte ich immer wieder alles, als wäre es neu zu entdecken

und in dem Bewusstsein, dass ich hier nie wieder hin komme…(denn mein Weg führt ja auf einer Pilgerreise immer weiter, nicht im Kreis…).

Ich bin dankbar für alles, was ich habe,

und ich lasse so viel los wie geht, damit ich nicht so schwer zu tragen habe.

Ich achte auf meine Gedanken, denn mit ihnen kreiere ich ja meinen weiteren Weg.

 

Und das alles, indem ich meinen Freund,

mein „höheres Selbst“,

meinen Spirit,

fest in mein Leben integriere.

Ich gehe meinen Weg,

ich laufe mal und ich falle in Löcher,

ich hadere, ich tanze,

ich nehme Herausforderungen an,

ich scheitere, ich gewinne,

ich bin ganz und gar ich,

authentisch und wahrhaftig,

das macht mich glücklich

und unabhängig.

Ich glaube fest an mich

und an dich,

und daran, dass wir alle verbunden sind,

und das der Sinn des Leben darin liegt,

es zu leben, zu lernen und zu wachsen,

über sich selbst hinaus,

“the spirit ist the limit”

das ist meine Spiritualität.

Und wie sieht deine aus? Was bedeutet „Spiritualität für dich?

Erzähle mir von dir und mach meinen Weg ein bisschen bunter

und bereichere meine Welt durch neue Bilder,

das fänd ich schön, BruderSchwester,

unterschrift

Caleya-pellegrina

 

 

 

 

*aus dem Buch:“ Gönne dich die selbst“ von Wunibald Müller. Diese Übung wurde von Roberto Assagoli, dem Begründer der Psychosynthese, entwickelt.

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Ein Kommentar zu mein Spirit und ich

  1. Ivana sagt:

    Vielen Dank für Deinen schönen Beitrag zur Blogparade 🙂

    Liebe Grüße,
    Ivana

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