voller Leichtigkeit

Ich fand im Internet einen Aufruf zu einem Experiment:
Es wurde dazu aufgerufen, sich während der nächsten 24 Stunden überhaupt nicht, über rein gar nichts, zu beschweren und dabei darauf zu achten, was sich verändert…

Hey, das fand ich spannend und wollte es gleich ausprobieren.

Nun, es ging ja nicht darum, sich bei niemandem zu beschweren, sondern die eigenen Gedanken sofort zu stoppen, wenn sie eine Beschwerde formulierten.

Es war gar nicht leicht, und mir bis dahin gar nicht aufgefallen, wie oft mein Verstand sich beschwert:

Meine innere Stimme wollte bejammern und sich beschweren, dass ich zu faul für die Hausarbeit war, dass mein Freund nicht da war, dass ich kein Geld auf dem Konto hatte, dass ich wahrscheinlich ab übermorgen arbeitslos bin, dass ich kein Bock zum Kochen hatte, nicht genug mit meinen Katzen spielte, dass ich trotz Sonnenschein nicht raus ging, nicht staubsaugt, nicht die Fenster putzte, dass mir langweilig sei, was für …. Kommentare manchen Menschen auf Facebook posten, dass ich zuviel fernsehe…und so weiter…

Wow!!
Wenn ich meinen Verstand gelassen hätte, ich glaub, er hätte sich den ganzen Tag leise in mich hinein beschwert…

Und was hätte mir das gebracht?

Nichts!!

Ich wäre davon nicht motivierter gewesen, hätte nicht mehr Geld auf dem Konto, oder einen Job… Alles, was passiert wäre, dass ich den ganzen Tag innerlich im Stress gewesen wäre.

Ja, nicht ohne Grund, aber völlig unsinnig, denn es hätte nichts verändert…

Halt, doch! Das hätte es: Mein Tag wäre scheiße gewesen, ich hätte mich die ganze Zeit blöd gefühlt…

Das alles hätte mir schwer auf dem Magen gelegen, und
in dem Moment, als ich das dachte, wurde mir klar:

Sich nicht zu beschweren bedeutet nicht,

alles hinzunehmen und sich als Opfer zu fühlen.

Sich nicht zu beschweren bedeutet,

alle Schwere abzuschütteln und einfach anzunehmen, was ist.

Einfach sagen: Ja, ich hab kein Geld, ja, ich hab kein Bock,
jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa,
es ist eben, wie es ist!!

Ich hätte mal wieder den Widerstand (den ich ja immer selber mache), aufgegeben und meine Energien gespart.
Es wäre einfach ein klares JA zu mir selbst und zu alle dem, was in meinem Leben geschieht, gewesen.

Mir wurde klar, dass sich nicht zu be-schweren
dazuführt,
sich zu er-leichtern,
die Dinge nicht schwer zu nehmen,
sondern leicht zu nehmen,
zuzulassen,
Widerstand aufgeben,

mir selbst die Bürde und die Verantwortung abnehmen,
mich zu entlasten.

Und dadurch die Energie,
die ich sonst brauche, zum schwer machen und um dann die Last zu tragen,

frei zu setzen,
mich leicht zu machen

um das zu tun, was ich tun will…
Gerade auch das, was ich tun kann, um etwas zu ändern…

Es gibt da diesen Spruch;
Engel können fliegen, weil sie die Dinge leicht nehmen!

Und ich habe festgestellt, genauso ist es!

Ich hab die Übung ausgeweitet, ich will jeden Tag aufhören, mich zu beschweren.

(ich meine, lies das mal genau:
Ich beschwere mich,
ich sage sogar was ich tue:
ich mache mich schwer!!!)

Ich will die Dinge leichter nehmen,
mir so die Freiheit geben,
leichten Schrittes meinen Weg zu gehen,

und ich bin davon überzeugt,
dass ich so sogar mehr ereiche als vorher,
denn ich habe die Leichtigkeit,
die Freude erzeugt,
und die mich durch den Tag trägt,

und nicht mehr ich trage die Schwere!

Jetzt bin ich nicht mehr niedergeschlagen (von der Schwere),
sondern kann leichtfüßig meinen Weg gehen,
hab die Füße frei zum Tanzen und Fliegen,

was für ein schönes Leben!

Mögest auch du dich ent-schweren,
es geht ganz leicht,
einfach mal die Schwere abwerfen und sich ent-lasten,
für mehr Energie,

unterschrift

Caleya-pellegrina

*

“Wenn ein Problem gelöst werden kann, warum unglücklich sein? Und wenn es nicht gelöst werden kann, was macht es dann für einen Sinn, unglücklich zu sein?“
Aus dem Zen-Buddhismus

Dieser Beitrag wurde unter Caleya pilgert veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Kommentare zu voller Leichtigkeit

  1. Jutta Zerkowski sagt:

    Wir haben mit Kreidestift einen Strich an eine Tür gezogen. Unter dem Strich kommt alles negative, die Beschwerden die man so hat und die man oft so lange anstaut bis sie im Streit ausarten. Zack, Kreide nehmen und unter den Strich damit. Über den Strich kommen die schönen Sachen, die Sonne, ein Herz weil ich jemanden mag, ein Lachen und und und. Ziel ist es eine Sache die unter den Strich kommt mit etwas über dem Strich auszugleichen :-). Jeder blöde Streit kann so mit einem „ey schreib das doch unter den Strich, sonst wirst du wieder unfair“ beenden. Es kommt unter den Strich und ein Lächeln dann darüber. Mir hilft es sehr.

    • Caleya sagt:

      Liebe Jutta,
      was für eine tolle Idee, das werd ich auch gleich übernehmen… Das ist auch was für meine pädagogische Arbeit, das werd ich da bald mal ausprobieren… Ich finde es eine sehr schöne Art, einen Streit zu beenden…Zumal ich neulich gelesen habe, dass man sich nie länger als 15 Minuten streiten sollten, dann wird es uneffekitv und man selbst meistens unfair… also, ab unter den Strich damit 😉

      Danke für deine wundervolle Idee!!

      Liebe Grüße
      Caleya-pellegrina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.